Attaleia / Antalya

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Anfahrt

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Attaleia (Antalya) ist einer der zentralen Orte an der türkischen Mittelmeerküste und liegt im Westen der ehemaligen römischen Provinz "Pamphylien". Antalya verfügt über einen internationalen Flughafen. Über die Küstenstraße 400 sind von hier aus Alanya (etwa 90 km östlich) und Kemer (etwa 30 km süd-westlich) erreichbar. Über die Landstraße 350 erreicht man nach 140 km Fethiye. Über die Landstraße 650 gibt es eine Verbindung nach Norden.

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Örtlichkeit

Örtlichkeit

Antalya ist eine moderne Großstadt mit hervorragender Infrastruktur. Eine Besichtigung der touristisch und historisch interessanten Orte ist problemlos möglich. Empfehlenswert ist ein Besuch des archäologischen Museums im Westteil der Stadt in der "Konyaalti Caddesi".

Geschichte

Geschichte

Die Ebene um Antalya (bis Alanya) wurde schon um 2500-1400 v.Chr. von aus dem Kaukasus und aus Mesopotamien eingewanderten Hethitern besiedelt. Das Gebiet gehörte wahrscheinlich auch zum Königreich der Hethiter. Im 9. und 8.Jh.v.Chr. wanderten griechischen Immigranten, im 8. und 7.Jh.v.Chr. auch Stämme aus Trakien ein, die zahlreiche neue Städte gründeten und sich mit der einheimischen Bevölkerung mischten. Vom 7.Jh.v.Chr bis 546 v.Chr. gehörte das Land und somit auch die Siedlung bzw. Stadt, die als Vorgänger von Antalya gewertet werden kann, zum lydischen Königreich. Dann kamen die Perser, die dann 336 v.Chr. wiederrum von Alexander dem Großen vertrieben wurden.

158 v.Chr. fand die Neugründung der Stadt durch Attalos II von Pergamon statt, der ihr auch seinen Namen gab. Attaleia! Als 133 v.Chr. der letzte König von Pergamon kinderlos starb, ging sein Reich und damit auch Antalya per Testament an Rom. Zunächst war Rom's Interesse an diesem Landstrich gering, aber die andauernden Überfälle von Piraten auf die Handelswege in den nahen Osten zwangen sie etwas zu unternehmen. Ab 67 v.Chr. wurde Attaleia unter dem Feldherrn Pompeius zu einem Flottenstützpunkt im Kampf gegen die Seeräuber ausgebaut. Ab diesem Zeitpunkt war Attaleia dann Pamphyliens bedeutenste Hafenstadt.

Im 1.Jh.n.Chr. besuchten Paulus und Barnabas die Stadt auf ihrer Misionsreise. 130 n.Chr. besuchte Kaiser Hadrian mit seiner Frau Sabina die Stadt. Ihnen zu Ehren wurde ein Triumphbogen, das "Hadrianstor" errichtet.

In byzantinischer Zeit ist Antalya ein Bischofssitz und hat im 8. und 9.Jh. unter den Überfällen von arabischen Piraten zu leiden. 1214 wird Antalya von den Sedschuken erobert; 1415 wird sie von den Mongolen erobert und die osmanische Herrschaft beginnt. Nach dem 1. Weltkrieg wird die Stadt am 29. April 1919 durch die Italiener besetzt.

Besichtigung

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Durch die andauernde Siedlungskontinuität sind im Stadtgebiet von Antalya Überreste von antiken Bauten nur selten zu finden. Die meisten wurden überbaut oder abgerissen und deren Materialien für andere Bauten wieder verwendet.

Als eines der wenigen erhaltenen Baudenkmäler der antike Zeit zeigt sich das vorbildlich restaurierte Hadrianstor (3). Kaiser Hadrian zu Ehren, der 130 n.Chr. die Stadt mit seiner Frau Sabina besuchte, wurde dieses Tor im Stil eines 3-torigen Triumphbogens in die ältere Stadtmauer (4) eingebaut.

Teile der Stadtmauer (4), mit verschiedenen Wehrtürmen, sind in der Nähe des Hadrianstores (3), entlang der "Atatürk Caddesi" und auch am Hafen(5) zu besichtigen. Die Stadtmauer wurde von den Seldschuken im 13.Jh.n.Chr. umgebaut und erneuert, basiert aber auf hellenistischen Fundamenten, die auf die Stadtgründung durch Attalos II von Pergamon zurückgehen.

Geht man vom Hadrianstor die "Hesabçi Sokak" hinunter, trifft man auf eine Moschee (6) mit dem Namen "Kesik Minare" (abgebrochenes Minarett). Diese Moschee, die im Jahre 1851 vollständig ausgebrannt ist, ist auf den Fundamenten und mit dem Baumaterial eines aus dem 2.Jh.n.Chr. stammenden, dem ptolemäischen Gott Sarapis geweihten Rundtempels erbaut worden. Im 5.Jh.n.Chr., in byzantinischer Zeit, wurde der Tempel zu einer Kirche, einer 3-schiffigen Basilika, umgebaut. Im 15.Jh.n.Chr. wurde das Gebäude dann durch Korkut Bey in eine Moschee umgewandelt. Im Gebäude können zahlreiche Säulen, Architrave, Friese und andere Spolien aus antiker Zeit gefunden werden.

Folgt man der "Hesabçi Sokak" weiter in Richtung Küste, trifft man auf einen 14 Meter hohen Turm (7) mit dem Namen "Hidirlik Kulesi". Er stammt aus dem 2.Jh.n.Chr. Sein unterer quadratischer Teil war das Grabmal eines hohen römischen Würdenträgers und ist mit einem spätrömische Fries verziert. Erst später wurde der Rundturm aufgesetzt, damit das Gebäude dann als Leucht- bzw. Festungsturm dienen konnte.

Von hier aus geht es in nördlicher Richtung zum alten Hafen (5) von Antalya, der fast vollständig von der alten Stadtmauer (4) umgeben ist.

Nicht unerwähnt bleiben die beiden Wahrzeichen von Antalya. Das 38 Meter hohe Minarett (2) "Yivli Minare", das von Alaeddin Keykubat 1219 zu Ehren seines Vaters in Ziegelbauweise errichtet wurde und der "Konak-Turm", der ursprüngliche Teil der Stadtbefestigung war und heute als Uhrenturm dient.

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